Wenn nur noch Leistung das Selbstbewusstsein bestimmt

Leben Sie immer noch in einer Leistungsgesellschaft. Höher. Schneller. Weiter. Immer mehr. Lassen sich antreiben, oder treiben sich selbst an und definieren Ihr Selbstbewusstsein ständig über Leistung. Sogar dann, wenn es überhaupt nicht um Leistung geht, nämlich im Privaten und in der Freizeit. Das reicht vom perfekten Rabatt-Beet über das Sternekoch verdächtige Abendmenü bis zur Rekord-Wander-Gipfelzeit. Obwohl ich in meiner Arbeit sehr leistungs- und ergebnisorientiert bin und nichts von Mittelmäßigkeit halte, habe ich mich irgendwann gefragt: Muss das sein? Wo muss es sein?

In einem Augenblick war es klar: Ich hab gar keine Zeit für Stress.

Ich möchte mich lieber so wie Kinder im Moment verlieren, ohne das Gefühl zu haben, Leistung bringen zu müssen. Ich will nicht immer zeigen müssen, was ich kann. Ich will einfach auch einmal ein paar schöne, ruhige Stunden verbringen. Allein in der Natur, durch den Wald streifen, wie es mir gefällt, immer der Nase nach. So will ich mir meiner selbst bewusst sein. Oder mit Menschen, die einfach bei uns vorbeischauen, mit denen wir gemeinsam kochen und um den großen Tisch sitzen, ungeachtet des kleinen Chaos, das sich in der Küche stapelt. Dann ist mein Glück vollkommen.

Steigen Sie doch auch mal aus der Leistungs-Spirale aus. Machen Sie etwas nur für sich. Konzentrieren Sie sich auf kleine Dinge. Reduzieren Sie bewusst. Das tut unheimlich gut.

Ihre Juliane Müller

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