Mut zur Veränderung finden

Mut zur Veränderung finden

„Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“

Ein Sprichwort, das für viele vertraut klingt. Es spricht das Bedürfnis nach Sicherheit, Planbarkeit und Stabilität an – Qualitäten, die uns im Alltag Halt geben.

Doch was, wenn dieser Spatz nur ein kleiner Teil dessen ist, was tatsächlich in uns steckt? Was, wenn wir aus Angst vor dem Unbekannten nie den Mut aufbringen, nach der Taube auf dem Dach zu greifen – und dadurch unser eigentliches Potenzial ungelebt bleibt?

Was passiert, wenn wir uns mit weniger zufriedengeben?

Ein Beispiel aus meinem Alltag:

Es ist gegen 17 Uhr an einem regnerischen Mittwoch in meinem Fitness-Center. Ich bin voll und ganz auf meine Übungen konzentriert, als sich der Raum zwischen zwei Damen immer enger zieht. Ihre Unterhaltung wird lauter, und ich kann nicht anders, als zuzuhören.

Es geht um Selbstständigkeit oder Angestellt-Sein.

Die beiden sind sich einig: Die Selbstständigkeit ist absolut nichts für sie. Die wirtschaftliche Ungewissheit, das ständige „Sich verkaufen müssen“, Preisdumping, dieser unsägliche Handlungs-, und Erfolgsdruck, immer „selbst und ständig“ zu arbeiten – die Liste scheint kein Ende zu nehmen.

Am Ende ihrer Unterhaltung kommt der Satz, der sich für mich völlig fremd anfühlt:
„Lieber angestellt bleiben, schön ruhig und unauffällig das tun, was der Arbeitgeber von uns will – dann kann uns nichts passieren!“
Es ist still im Raum

Ein Moment, in dem die Glaubenssätze, Annahmen, Prägungen und bisherigen Überzeugungen der beiden Damen auf meine treffen. Ist ja grundsätzlich nichts dabei, und doch löst es in mir etwas aus.
Es kommt ganz tief in mir etwas ins Rollen. Meine Erfahrungsqualitäten, meine Überzeugungen, meine Gedanken. Die sind nicht besser und nicht schlechter. Nur anders. Sehr anders.

Nicht nur berufliche Entscheidungen fordern uns heraus

Worum es wirklich geht:

Mir ist wichtig: Es geht in diesem Text nicht ausschließlich um die Entscheidung zwischen Selbstständigkeit und Angestellt-Sein. Die Dynamik zwischen Spatz und Taube zeigt sich in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen:

Zum Beispiel in der Frage, ob man in einer langjährigen, aber innerlich leeren Beziehung verharrt – oder sich für einen ehrlichen Neuanfang öffnet.

Oder in der Entscheidung, ein neues berufliches Feld zu betreten, obwohl der jetzige Job „eigentlich“ sicher ist – und doch nichts mehr mit der eigenen Begeisterung zu tun hat.

Ein anderes Beispiel: Eine Klientin von mir hatte sich über Jahre hinweg ehrenamtlich engagiert, wollte jedoch schon lange ein eigenes Projekt umsetzen. Die Angst, als zu ambitioniert zu gelten oder zu scheitern, ließ sie zögern. Und doch wusste sie tief in sich: Da wartet etwas auf mich, das mehr mit mir zu tun hat als alles, was ich bisher getan habe.

Ob privat oder beruflich – oft sind es ähnliche Muster, die uns zurückhalten.
Und oft ist es dieselbe leise Stimme, die uns ruft: Da ist noch mehr.

Was wäre aus mir geworden…
...wenn ich nicht meinen eigenen Weg gewählt hätte?

Was wäre aus mir geworden, wenn ich nicht meinen Weg in die Selbstständigkeit gewählt hätte?
Wenn ich dort geblieben wäre, wo alles bereits erreicht war, was zu erreichen mir erlaubt war?
Wo tragende Entscheidungen von anderen getroffen werden, die Verantwortung auf den Schultern anderer liegt?

Wie hätte ich mich je noch mehr ausdehnen können unter der Deckelung der Hierarchiestufen?
Wie hätte ich das „neue Land“ betreten können?

Was wäre aus all den unzähligen ungelebten Möglichkeiten geworden?
Zu erfinden, zu erschaffen, mich ganz neu aufzustellen, etwas aufzubauen, zu strukturieren, zu organisieren?
Unmögliches möglich zu machen? Prüfungen des Lebens zu bestehen?
Wo wäre die Freude am Lernen hingekommen, das höchste Glück, das mich durch und durch erfüllt, wenn ich einen Weg gefunden – ein Ziel erreicht habe? Für mich. Für andere.

Selbstverwirklichung statt Sicherheitsdenken

Die Kraft des inneren „Aber“

Ja, es gab Nächte ohne Schlaf.
Momente ohne Ruhe.
Zeiten voller Sorgen und Ängste.

Aber dann ist da dieses „Aber“.

Aber was, wenn der Spatz in der Hand nur ein winziger Teil dessen ist, was in mir steckt?
Was, wenn ich mich nie in den Sturm geworfen hätte, nie in die Ungewissheit, um das große Ganze zu entdecken?
Was, wenn ich nie erfahren hätte, wie es sich anfühlt, über mich hinauszuwachsen?

Nie wieder zurück

Warum ich den Spatz nicht mehr gegen die Taube tauschen würde

Nie mehr würde ich den Spatz gegen die Taube tauschen – die Freiheit, mein eigenes Abenteuer zu leben, gegen die vermeintliche Sicherheit.

Denn das, was mir die Selbstständigkeit bietet, ist weit mehr als nur ein beruflicher Weg. Sie ist eine Reise, eine Einladung, immer mehr von mir selbst zu entdecken.

Sie ist ein ständiges Wachsen, ein unaufhörlicher Ruf, der mich fordert, alles in mir zu entfalten, was möglich ist.
Und dieser Ruf ist stärker als jede Sicherheit, die uns vorgaukelt, dass wir nur dort bleiben müssen, wo wir sind, um sicher zu sein.

Wie sehr darf ich ich selbst sein?

Die eigentliche Frage:

Die Frage ist nicht, ob ich die Taube auf dem Dach erreiche.
Die Frage ist: Wie sehr kann ich noch mehr ich selbst werden?
Wie viel mehr steckt noch in mir?

Das wahre Abenteuer liegt in der Entfaltung dieser Möglichkeiten.
Und genau das ist es, was mich nie wieder den sicheren Hafen der Gewissheit gegen das weite Meer des Unbekannten eintauschen lässt.

Sicherheit als Sehnsuchtsort

Der Spatz in der Hand

Vielleicht kennen auch Sie dieses Gefühl: Ein sicherer Job, eine stabile Beziehung, ein geregelter Alltag.
Sie sind dankbar dafür, und trotzdem schleicht sich ein leises Unbehagen ein. Ist das alles?

Die Redewendung „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ drückt die Sicherheit des Bekannten aus.
Doch wahre Persönlichkeitsentwicklung geschieht nicht innerhalb unserer Komfortzone.

Sie beginnt dort, wo die Taube auf dem Dach lockt – ungewiss, aber voller Möglichkeiten.

Vom Bekannten zum Unbekannten

Die wahre Frage ist nicht, ob wir die Taube auf dem Dach erreichen können.
Die Frage ist: Wie sehr können wir noch mehr wir selbst werden?

Persönlichkeitsentwicklung beginnt nicht mit der Entscheidung, den Spatz gegen die Taube einzutauschen, sondern damit, beides zu würdigen.
Es geht darum, den Spatz – die Sicherheit – zu schätzen, aber gleichzeitig den Mut zu finden, die Taube nicht aus den Augen zu verlieren.
Denn dort liegt die Einladung zur Selbstverwirklichung.

Nach der Taube greifen

Schritt für Schritt zu mehr Erfüllung

Sich mit dem Spatz in der Hand zufriedenzugeben, kann klug und stimmig sein.
Doch wenn die innere Stimme lauter wird und nach mehr ruft, braucht es Mut, hinzuhören.

Veränderung muss nicht radikal sein – sie darf behutsam beginnen.
In kleinen Schritten.
In Ihrem Tempo.

Vertrauen Sie darauf, dass jeder bewusste Schritt – sei er noch so klein – ein Schritt in Richtung Selbstbewusstsein, Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit ist.

Selbstvertrauen als Schlüssel zur inneren Freiheit

Die wahre Reise beginnt dort, wo Sie bereit sind, den Spatz in der Hand nicht länger krampfhaft festzuhalten, sondern loszulassen, was Sie klein hält – um sich dem zuzuwenden, was Sie wachsen lässt.

Denn das eigentliche Geschenk liegt nicht in der Sicherheit des Bekannten,
sondern in der Lebendigkeit, die auf Sie wartet – wenn Sie sich trauen, dem inneren Ruf zu folgen.

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