Selbstbewusstsein heißt, sich seiner selbst bewusst sein

Lassen Sie mich Ihnen die Geschichte von Medi erzählen:

Fremd und vertraut zugleich

Es waren besondere Familienferien. Auf dem Forstweg ging es eine Dreiviertelstunde den Berg hinauf, richtig hoch nach oben – für zehn Tage. Auf die Alm. Keine mitgebrachten Spielsachen für die beiden Jungs, kein Netz für Papa und Mama. Stattdessen ein Leben inmitten berauschender Natur. Feuer im Herd, der Duft von Kasspatzn, Gemütlichkeit pur. Jeder Tag, jede Nacht, jeder Moment zeigt sich hier oben in seiner Besonderheit. Fremd und vertraut zugleich. Fernab von den Berechenbarkeiten des Alltags, den Nachbarn, der Arbeit, den Kollegen, den Chefs, den Kunden, der Schule. Sie sind auf sich gestellt und das aus freien Stücken. Vor den Augen die sattgrünen Weidewiesen, dahinter das Bergmassiv und ein 360 Grad Panoramablick. Stille, dann das Säuseln des Windes. Wolken bäumen sich auf, ab in die Hütte, gemeinsam in die Sicherheit.

Plötzlich ist sie weg

Nicht das erste Mal, sie war immer wieder mal weg. Die Hündin, die in dieser Familie Heimat gefunden hat. Dieses Mal vergehen Stunden, es wird Abend und sie ist noch immer nicht zurück. Auch nicht am nächsten Morgen. Ein Gefühl der Leere, der Trauer breitet sich aus. Die Kinder haben längst begonnen zu beten für Ihren Hund. Aus Stunden werden Tage. Rufen, Suchen, Weinen – nichts bringt sie zurück. Gedanklich nehmen sie bereits Abschied und wollen nichts wie heim. Doch irgendwas hält sie. Sie bleiben. Die Zeit wandelt sich in Unendlichkeit. Und plötzlich steht Medi in der Tür, geht zu ihrem Futternapf und frisst. Medi ist wieder zurück. Bei ihren Menschen, in der Geborgenheit. Aber wo war sie? Was ist geschehen?

Jeder hat seine Geschichte.

Wo sind wir schon einmal verloren gegangen? Wo haben wir uns verirrt? Wo sind wir ins Abseits geraten und überwältigt worden von etwas, was wir uns nie gewünscht haben? Und trotzdem war es auf einmal da. Ohne zu fragen, ob wir gerade bereit sind. Ob wir Kraft haben das Schicksal anzunehmen, zu überleben und vielleicht sogar daran wachsen zu können? Manchmal schaffen wir es – auch nach Jahren nicht – jemandem davon zu erzählen. Weil wir uns so unsicher fühlen. Weil uns diese Geschichte nicht loslässt, weil sie immer wieder hochkommt. Undefiniert, manchmal wie ein Schleier, der uns einhüllt und vernebelt. Wir sehnen uns nach Klarheit, aber im Kopf rufen so viele Stimmen und Gedanken durcheinander. Wir suchen nach Lösungen, probieren aus. Vergebens.

Die Menschen, die sich dann bei mir melden, sind verzweifelt, sie haben viel Zeit und Energie investiert, nichts hat ihnen geholfen. Ihr Anliegen beschreiben sie beispielsweise so: „Ich fühle mich unrund, unruhig, unsicher, ich möchte meinen Selbstwert finden, mehr Selbstbewusstsein in mein Leben bringen, mich entfalten zu dem, wozu ich gedacht bin. Meine Berufung, mehr echte Freude und Sinn erleben.“

Es ist so:

Alles, was im Dunkeln ist, wirkt. Bringt man es ans Licht, mit seinen eigenen Worten, verliert es augenblicklich seine Macht.

Als Coach helfe ich Ihnen dabei, indem ich die richtigen Fragen stelle: Wo in Ihnen drinnen ist Ihr Zuhause? Wo ist der Ort, wo Sie auch nach langer Zeit in der Fremde wieder ankommen dürfen? Wo Sie sich besinnen, sortieren, Geborgenheit finden? Um den nächsten Schritt gehen zu können, und zwar im vollen Bewusstsein Ihres Selbst - im Selbstbewusstsein.

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