An alle Studenten - nicht aufgeben!

An alle betroffenen Studenten: Geben Sie jetzt nicht auf!

Mit Entschlossenheit und positivem Denken haben sich Studierende durch die vergangenen Monate gerettet. Sie haben sich, wenn auch nur online, mit anderen Studierenden zusammengeschlossen und sich gegenseitig gestärkt. Tatsächliche Lockerungen und die Aussicht auf ein paar freie Tage in der Sonne erscheinen ihnen jetzt wie eine Erlösung. Das Meer ruft, es schreit. Und wenn man noch so viele Tunnel der Voralpenkette vor sich hat und Kilometerlange Blechkarawanen, Hauptsache endlich weg, weg, weg. Aber ausgerechnet jetzt, wo vielleicht, wo hoffentlich das Schlimmste hinter ihnen liegt und alles gut werden könnte, geht den Studierenden die Puste aus.

Das Fenster der Freiheit öffnet sich. Und viele gehen in die totale Erschöpfung.

Zu eineinhalb Jahren Einschränkungen, Verboten und einem ein Not-Format Studium kommen vielfach ratlosen Professoren, die derzeit von vierzehn Kandidaten elf durchfallen lassen (müssen). Wiederholer gibt es immer und wird es wahrscheinlich auch immer wieder geben, aber die Situation erscheint derzeit ausgeprägter, härter, erbarmungsloser. Ganz normale Niederlagen münden in der Endlosschleife und schließlich in der empfundenen Ausweglosigkeit. Erst kürzlich sagte eine verzweifelte Klientin: „Ich kann nicht mehr. Vielleicht bin ich ja zum Studieren wirklich nicht geschaffen.“ Wohlgemerkt, eine Klientin, die bereits sieben Semester hinter sich hat! Andere klagen, dass der Faden irgendwie abgerissen sei, wo doch vorher alles immer so gut lief. Oder sie berichten von Schweißausbrüchen nur beim Gedanken an eine Prüfung.

Irgendwann wieder tatsächlich in der Uni zu sitzen, ist für viele Studierende buchstäblich der Albtraum. Dabei haben sie sich doch nichts sehnlicher gewünscht!

Ich nehme wahr, dass sich etliche Studierende in der Opferhaltung befinden. Was sehr verständlich ist. Obrigkeiten ausgeliefert zu sein, führt zu Schwäche – oder zur Wut. Und Wut hätte so viel Power - wenn sie richtig kanalisiert wird. Die Aufgabe lautet also:

Raus aus dem Opfermodus!

Das hört sich leicht an und es ist auch nicht schwer. Wenn man weiß, wie man sich von dem Gefühl der Unterlegenheit befreit. Was dabei hilft ist eine innige und tiefe Absicht (schwer wird es jetzt für diejenigen, die sich irgendeinem Studium verschrieben haben, nur damit sie studieren) Hier kommen Schritte, die Ihnen helfen, sich aus der Opferrolle zu befreien:

  1. Fragen Sie sich, was sie lernen, verstehen, erfassen wollen. In welches Thema wollen Sie tiefer eindringen? Was wollen Sie sich merken und womit soll sich Ihr Geist befassen dürfen? Je gründlicher Sie dieser Frage nachgehen, desto leichter kommen Sie der Sache auf den Grund. Und am Grund liegen bekanntlich die Lösungen.
  2. Fragen Sie sich, wozu sie das alles wissen, lernen, verstehen, erfassen möchten oder müssen. Was verändert sich damit für Sie und für andere?
  3. Was macht das mit Ihnen und mit Ihrem Herzen? Hierbei geht es nicht um Sentimentalitäten, aber nicht umsonst heißt „auswendig lernen“ im Englischen „learning by heart“. Für wen oder was möchten Sie sich einsetzen, mehr noch: Für was wollen Sie sich zur Verfügung stellen, damit die Welt – durch Sie - an dieser oder jener Stelle ein bisschen besser werden kann?

Die Antworten werden Ihnen Kraft geben. Vielleicht fühlt es sich an, als würde ein Motor neu starten. Und egal, was und wie es an der Uni weitergeht, Sie werden sich von nichts und niemandem davon abhalten lassen, Ihren Weg (weiter) zu gehen. Schleifen sind dann keine Endlosschleifen mehr, sondern einfach nur kleine Umwege – in denen sich manchmal sogar Schätze finden lassen. Die Frage nach der Absicht hinter der Absicht und ein gezieltes Coaching helfen, innerhalb kurzer Zeit das Entscheidende herauszuholen, Blockaden zu öffnen, um weitergehen und eine Prüfung nach der anderen bestehen zu können. Manchmal bedeutet bereits eine Erstberatung den Schlüssel zum Erfolg. Und der Urlaub im Süden ist dann keine Erlösung, sondern eine wunderbare Inspirationsquelle.

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