Scheidungskindern Stabilität geben

Kinder können nur schwer annehmen, wenn sich die Eltern trennen. Für sie bricht erst einmal eine Welt zusammen. Sie leiden. Oft wirkt sich das auch auf ihre schulischen Leistungen aus.

Eine Woche bei Mama, eine bei Papa. Oder jedes zweite Wochenende woanders. Einpacken, auspacken. Scheidungskinder pendeln zwischen zwei Zuhause. An ihnen wird gezogen und sie müssen Druck aushalten. Nicht selten sagt der eine Elternteil hü, der andere hott. Was Mama will ist genau entgegengesetzt zu dem, auf was der Papa Wert legt und umgekehrt.
Und die Kinder? Sie fühlen sich machtlos, nicht gesehen, unwichtig. Sie lieben beide Elternteile und fühlen sich oftmals subtil für deren Trennung verantwortlich.

Laut Statistik Austria betrug die Gesamtscheidungsrate 2016 rund 40,5 Prozent. Davon betroffen waren 18.121 Kinder, davon 12.218 Minderjährige. Nicht erfasst sind Trennungskinder, deren Eltern nie verheiratet waren oder getrenntlebende, aber noch verheiratete Paare.*

 

Es gibt verschiedene Arten, wie Kinder und Jugendliche auf die Scheidung ihrer Eltern reagieren. Sie schlafen schlecht, haben Kopfschmerzen, weinen und sind verzweifelt. Einige fallen durch Überangepasstheit auf, andere entwickeln Aggressionen. Alles was sie privat erleben, tragen sie in die Schule. Sie spielen die Eltern gegeneinander aus und bekommen Probleme im Unterricht. Die Noten fallen ab. Sie wollen nicht mehr lernen und verweigern vielleicht sogar den Schulbesuch.

 

Privat und Schule trennen

In der Situation kann Hilfe von außen entscheidend sein. Meine Klienten kommen meist auf Empfehlung anderer Betroffener oder von Ärzten oder Psychotherapeuten. Als Coach bin ich unvoreingenommen. Für die Eltern ist das sehr entlastend, es fällt ihnen leichter über die Gesamtsituation zu reden bevor wir uns auf die Ist-Situation ihres Kindes konzentrieren.
Scheidungs- und Trennungskinder haben häufig das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen verloren.
Meine Aufgabe ist es, das Kind zu stabilisieren, so dass es innerlich unterscheiden und sich voll und ganz auf den Unterricht konzentrieren kann. Im Coaching erarbeiten wir dafür klare Ordnungen und Strukturen. So können meine jungen Klienten wieder Selbstbewusstsein und Entschlossenheit entwickeln. Der Erfolg lässt dann nicht lange auf sich warten.

 

Eine Langzeitstudie der amerikanischen Forscherinnen Judith Wallerstein und E. Mavis Hetherington hat übrigens ergeben, dass Scheidungskinder im Vergleich zu jenen, die in einer traditionellen Familie aufgewachsen sind, häufig in ihrer beruflichen Entwicklung erfolgreicher sind, sofern keine zusätzlichen Probleme wie finanzielle Schwierigkeiten oder Arbeitslosigkeit hinzukamen.

*Quelle: www.statistik.at

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