Die Corona-Krise als Chance

Derzeit scheint alles aus den Fugen zu geraten. Die „Corona-Krise“ hat uns im Griff. Wir werden mit Informationen überflutet, Annahmen vermischen sich mit Tatsachen, Empfehlungen werden zur Pflicht. Da fällt es schwer, sich nicht beunruhigen zu lassen. Aber genau das ist mein Rat an Sie.

Es hat uns kalt erwischt

Von einem Tag auf den anderen ist alles anders. Veranstaltungen sind gestrichen, die meisten Geschäfte müssen schließen. In den Universitätssälen und Schulzimmern ist es auf Anordnung von oben komplett still. Schüler und Studenten sollen daheimbleiben. Aber auch in immer mehr Betrieben herrscht unheimliche Ruhe. Wo es geht, wird auf Homeoffice umgestellt. Das ist prinzipiell gut, es erübrigt sich aber, wenn Aufträge anfangen wegzubrechen, wenn Arbeitsplätze plötzlich gefährdet sind, wenn die Existenz wegzubrechen scheint.

Unsicherheit, soweit das Auge reicht

Gerade noch habe ich im letzten Blog über das Thema Sicherheit geschrieben und infrage gestellt, ob es die überhaupt gibt und ob nicht Unsicherheit viel mehr tolle Chancen birgt als man annimmt? Ist Unsicherheit nicht sogar so etwas, wie das „Abenteuer des Lebens“, habe ich gefragt? Und zack ist es soweit. Unsicherheit, soweit das Auge reicht. Die einen behaupten dies, die anderen das, jeden Tag neue Hiobsbotschaften und dazu jede Menge Zahlen, Zahlen, Zahlen. Die schaffen vor allem eins: Verwirrung. Vielleicht geht es Ihnen auch so? Man weiß gar nicht mehr was man denken soll und spürt - trotz aller Vernunft - den Sog der Panik.

Einfach mal stillstehen

Und genau an dieser Stelle wage ich zu sagen: Wenn sich ein Wirbelsturm schnell genug dreht, kann sich in seinem Inneren ein sogenanntes Auge bilden. Das ist eine annähernd windstille Zone, mitten im Chaos. Wer mich kennt und meine Blogs liest, hat schon öfter vom „Punkt der Stille“ gehört. In ihm steckt eine unglaubliche Qualität. Es ist eine Art Null-Punkt, der uns erlaubt, anzuhalten und tatsächlich mal im Jetzt zu sein. Weil gerade keiner da ist, der permanente Leistung von uns verlangt, der an uns zerrt, kein Hamsterrad ohne Haltestelle. 

Manchmal bringt das Leben unausweichliche Situationen und durchkreuzt damit alle Pläne und jede Routine. Ja, das macht einen erstmal wütend, das macht Angst, vielleicht fühlt man sich hilflos oder deprimiert. Wer es aber schafft, diesen Null-Punkt auszuhalten und anzunehmen, wer ihm positiv begegnet und neugierig ist, wem es gelingt in dieser unverhofften Ruhe endlich in sich hineinzuspüren, für den können sich ganz neue Türen öffnen.

Wer fragt, ändert die Perspektive

Vielleicht werden wir in den nächsten Wochen noch mehr Zeit und Gelegenheiten dazu haben. Nutzen Sie sie, um Ihre Gedanken bewusst anders zu lenken, bevor sie Ihnen später wieder davongaloppieren. Stellen Sie sich jetzt neu auf und machen Sie sich bereit, für das was danach kommt.

Heute mein Fragen-Geschenk an Sie, fragen Sie sich doch mal: 

  • Wie erlebe ich gerade den Wirbelsturm?
  • Wenn es etwas allgemein Gutes an der Situation gibt, was ist das?
  • Und was ist für mich ganz persönlich daran gut? Und was noch? Und was noch?
  • Wem könnte ich jetzt helfen, wem bin ich von Nutzen und in welcher Form?
  • Was ist mit meinen Werten, haben sie Bestand?
  • Welche kann ich getrost loslassen und welche können hinzukommen?
  • Welche sind mir in der Zukunft besonders wichtig? Woran erkenne ich, dass ich sie lebe?

Sie werden merken, wer hierzu Antworten sucht und findet, den beschäftigt die Angst gar nicht mehr so arg. Und wenn die Angst keine Beachtung bekommt, zieht sie sich zurück.

Ich freue mich, wenn ich Sie auf diesem Weg begleiten darf. Ich verspreche Ihnen: Er wird spannend und bringt Sie nach vorne, wenn es wieder losgeht.

Rufen Sie mich gerne an (+43(0)662 / 62 58 36 24) oder vereinbaren Sie ganz unverbindlich eine kostenlose Erstberatung

Herzlich, Ihre Juliane Müller

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