Lässt sich der innere Schweinehund ein für alle Mal besiegen?

Es sei der beliebteste Artikel im August, schreibt das Süddeutsche Magazin auf seiner Facebookseite: „Wie bringt man Menschen dazu, ihr Verhalten zu ändern?“, von Michaela Haas. Ein Wissenschaftler-Team um die US-Professorin Angela Duckworth sei der Methode auf der Spur, den inneren Schweinehund ein für alle Mal zu besiegen, heißt es dort. Psychologin Angela Duckworth ist bekannt. Gespannt las ich den Text. Wie wahrscheinlich Tausende andere LeserInnen auch.

Das größte Problem der Menschheit seien wir Menschen selbst, schreibt Autorin Michaele Haas: Wir träfen allzu oft Entscheidungen, die uns und anderen schaden. Wir rauchen und streiten zu viel, wir bewegen uns zu wenig, wir vergiften das Klima. Wohlwissend wohlgemerkt! Die Kluft zwischen Sein und Sollen sei enorm, so Haas. (Mehr über Selbstsabotage)
Nehmen Sie doch mal eine andere Tür.

Angela Duckworth treibt nun die Frage an, wie man Menschen dazu bringen kann, ihr Verhalten tatsächlich zu ändern, wie positive Verhaltensänderungen zu dauerhaften Gewohnheiten, zu Ritualen werden können. Weil das vielleicht die Lösung aller Probleme des 21. Jahrhunderts sein könnte.

Duckworths legt den Fokus auf drei Bereiche: Ausbildung, Finanzen, Gesundheit. Ihr ehrgeiziges Ziel ist es Studienabbrecher, finanzielle Unsicherheit und vorzeitige Todesfälle in zehn Jahren um mindestens zehn Prozent zu reduzieren, besser noch um 20 Prozent. Statt mit Versuchskaninchen in Laboren, arbeitet ihr Wissenschaftler-Team von der „Behavior Change for Good Initiative“ (BCFG) mit Schulen, Universitäten, Firmen und Banken zusammen. So soll der Einfluss verschiedener Strategien im richtigen Leben überprüfbar werden. Autorin Haas zitiert die Co-Direktorin der Initiative, Katherine Milkman. Die Computer-Ingenieurin sagt: „Milliarden von Menschen auf der Welt kämpfen darum, ihre Ziele zu erreichen (...). Egal welche Ressourcen wir zur Verfügung haben, fast jeder von uns würde es gerne besser machen. Das ist ein Kampf für uns alle.“

Fast am Ende des Artikels dann dies: Ja, Verhalten könne man ändern, man wisse nur noch nicht genau, wie. Aber es gibt erste Erkenntnisse der Wissenschaftler um Angela Duckworth:

*Wer sich ändern will, braucht eine klare Zielsetzung, eine Vision.
*Nur wer seine eigenen Stärken und Schwächen versteht, kann sich ändern.
*Die Veränderung muss Spaß machen.
*Wettbewerb spornt an.
*Unterstützen und Belohnen wirkt positiv verstärkend.

Vielleicht sind Sie beim Lesen dieses Artikels etwas enttäuscht, vielleicht haben sie auf die ganze große Anleitung gewartet. Das Programm, mit dem Sie ihren inneren Schweinehund nun endlich schachmatt legen, auf die globale Lösung für alles, sozusagen. Mit dieser Wunscherwartung sind Sie nicht allein. Wie herrlich wäre es, die Verantwortung abzugeben. Als Coach sage ich Ihnen: Die Verantwortung für Veränderungen liegt und bleibt immer bei Ihnen. Ich begleite Sie auf Ihrem Weg, gebe Impulse und stelle Fragen, helfe Ihnen aus Wille und Kraft  Umsetzungskraft zu machen. Und Sinn zu finden. Statt Spaß.

Ich freue mich auf Sie.

Quelle: https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/wie-bringt-man-menschen-dazu-ihr-verhalten-zu-aendern-85973

Foto pixabay

Publiziert in Im Business bestehen

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